Kommt es in der 7. Schwangerschaftswoche nicht zur geplanten Regelblutung, treten zudem vermehrt Schwangerschaftsbeschwerden auf, merken viele Mütter, dass sie schwanger sind und das schon in der 7. SSW. Zu der Zeit ist Ihr Baby bereits einen halben Zentimeter groß und wächst jeden weiteren Tag um einen Millimeter. Er hat sich in den letzten Schwangerschaftswochen zu einem kleinen Wurm entwickelt und ist sogar schon auf dem Ultraschall zu sehen. Auch wenn er nicht viel größer als eine kleine Bohne ist.

7. SSW: Jeden Tag einen halben Millimeter

Der Embryo pumpt mit ca. 150 Schlägen pro Minute fleißig Blut mit angereicherten Sauerstoff in die kleinen Organe, die sich ständig weiter entwickeln. Neben dem Gehirn bildet sich auch zusehends der Kopf des Embryos immer weiter. In Schwangerschaftswoche 7 sind die Augen, die Nase und sogar der Mund zu erkennen. Neben den Armen haben sich auch die Hände entwickelt, die Finger sind aber noch nicht ganz ausgeprägt und ähneln Flossen. Der Embryo kann bereits jetzt schon seine Ellenbogen bewegen und diese schützend vor seine Brust legen. Durch die wachsenden Muskeln, die sich noch sehr langsam entwickeln und der kleinen Nervenzellen, zuckt der Embryo sogar manchmal etwas. Die Beinchen sind zwar zu erkennen, doch die Füße sehen aus wie Paddeln. Erst mal ist nur der Oberkörper dran. Sobald der Embryo sich oben entwickelt hat, geht es nach unten. Der Embryo ist, jetzt wo Sie 7 Wochen schwanger sind, ca. 5 mm groß und wird zum Ende der Schwangerschaftswoche ca. 8 mm messen. Jeden Tag legt er einen weiteren Millimeter zu. Eine reiche Versorgung an wichtigen Nährstoffen, für die Bildung der Muskeln, Organe und Knochen sowie Nervenzellen ist daher ab der 7. SSW und den weiteren Schwangerschaftswochen sehr wichtig.

7. SSW: Das braucht der Embryo jetzt

Die 7. SSW gehört zum ersten Trimester einer Schwangerschaft. Die ersten Monate jeder Schwangerschaft bergen ein hohes Risiko für eine Fehlgeburt. Daher verraten viele Mütter erst nach der 12. SSW, dass sie schwanger sind. Doch das Risiko kann durch eine natürliche und gesunde Ernährung, Stressvermeidung und viel Erholung gefördert werden. Die Zufuhr von wichtigen Nährstoffen für die korrekte Bildung des Embryos und dessen Wachstum kann durch Lebensmittel und Präparate sicher gestellt werden. Wichtige Vitamine, wie B9 und B11, werden auch Folsäure genannt und sind bei der Schwangerschaft durch tägliche Einnahme von Präparate zu decken. Hier wird eine täglich Einnahme von 0,8 mg empfohlen, im späteren Schwangerschaftsverlauf reichen 0,4 mg aus. Die Vitamine befinden sich auch in Tomaten, Karotten, Fisch und mageren Fleisch. Allerdings können Sie diese in den meisten Fällen nicht nur aus Lebensmitteln beziehen. Das Essen von diesen Nahrungsmitteln stellt allerdings auch andere Nährstoffe bereit. So liefern Getreideprodukte, wie Nudeln und Müsli, Ballaststoffe und regen Ihre Verdauung an. Obst und Gemüse sind nicht nur für den Embryo gut, sondern stärken auch Ihr Immunsystem. Calcium kann mit Milchprodukten, wie Käse und Milch, zu sich genommen werden und hilft beim Wachstum der kleinen Knochen. Eisen und Fettsäuren sind ebenfalls wichtig und können durch mageres Fleisch und gut durch gegarten Fisch geliefert werden. Ernähren Sie sich vegan oder vegetarisch, müssen Sie durch die Schwangerschaft nicht Ihre Ernährungseinstellung ändern. Sie können durch einen Ernährungsberater erfahren, wie Sie die wichtigen Nährstoffe und Vitamine trotzdem zu sich nehmen können, um eine Mangelversorgung Ihres Babys zu vermeiden.

7. SSW: Anzeichen für eine Schwangerschaft

Noch sind körperlich keine großen Veränderungen an Ihnen in der 7. SSW zu erkennen. Die Brust zieht etwas, spannt vielleicht auch und fühlt sich voller an. Doch meist merken nur Sie etwas davon, da Sie kaum auf der Brust liegen können oder sehr empfindlich auf Berührungen reagieren. Es kommt sogar zu Unterleibsschmerzen, die sich wie Krämpfe bei einer Regelblutung anfühlen. Meistens denken Mütter, das Etwas mit dem Embryo nicht stimmt, und deuten dieses Anzeichen in der 7. SSW für die Vorboten einer Fehlgeburt. Dabei sind Unterleibsschmerzen und Stiche in den ersten Schwangerschaftswochen vollkommen natürlich. Denn Ihr Körper verändert sich. Die Gebärmutter dehnt sich, denn sie trägt die kommenden Wochen das Gewicht Ihres Kindes und daher kann sogar Ihr Unterleib etwas härter werden. Zugleich melden sich andere Symptome für eine Schwangerschaft. Meisten leiden Sie unter Übelkeit, Erbrechen, müssen öfters auf die Toilette, haben vielleicht sogar Sodbrennen, Kopfschmerzen und andere Leiden, die Ihnen Unbehagen bereiten und sich als Symptome für eine Schwangerschaft bemerkbar machen. Diese Leiden werden durch die Hormone in Ihrem Körper ausgelöst und sollen Ihr Baby schützen. Daher funktioniert ab jetzt alles etwas langsamer als sonst. Doch das ist so gewollt. Ruhe, Entspannung und Stressvermeidung tut Ihrem Baby einfach nur gut und fördert seine Entwicklung.

7. SSW: Schwangerschaftsbeschwerden lindern

Viele Schwangerschaftsanzeichen tauchen bereits in der 7. SSW auf. Manche davon etwas mehr als andere, doch meist sind sie mit natürlichen Mitteln zu lindern. So kann bereits viel Ruhe und Schlaf Ihrem Körper helfen mit den meisten Schwangerschaftsbeschwerden fertig zu werden sich von den Schmerzen zu erholen. Schmerzen im Unterleib oder Bauchschmerzen in der Schwangerschaft können Sie mit wärmenden Auflagen oder sogar mit warmen, nicht heißen, Bädern lindern. Ingwer, Kamille- und Pfefferminztee hilft gegen das flaue Gefühl in Ihrem Magen. Oftmals leiden Frauen auch schon in der 7. SSW unter Übelkeit. Kleine Snacks zwischendurch statt große Mahlzeiten helfen und versorgen mit wichtigen Nährstoffen. Helfen kann auch schon im Bett etwas zu sich zu nehmen. Danach noch etwas liegen zu bleiben und den Tag langsam zu starten. Stress, Belastung und andere Sachen, die gründlich auf den Magen gehen, sollten Sie dringend vermeiden. Körperliche Ertüchtigungen und schwere Arbeiten können nicht nur ermüden, sondern auch Ihrem Baby schaden. Nehmen Sie auf keinen Fall Medikamenten ein, um die Schmerzen oder das Unwohlsein zu lindern.

Wichtige Fakten zur 7. SSW:

  • Der Embryo ist bereits 5 Wochen alt
  • Er ist ca. 5 mm groß und wächst jeden Tag um 1 mm
  • Sein Herz schlägt jede Minute ca. 120 Mal
  • Seine Augen, Nase, Ohren und Mund ist zu erkennen
  • Seine Muskeln, Nerven und Knochen entwickeln sich
  • Seine Arme und Beine sind schon vorhanden

Achtung:

  • Vermeiden Sie Stress
  • Verzichten Sie auf Alkohol, Medikamente und Nikotin

Was Sie tun können:

  • Schonen Sie sich und vermeiden Sie Stress
  • Nehmen Sie Nährstoffe zu sich, suchen Sie gegebenenfalls einen Ernährungsberater auf
  • Trinken Sie viel und essen Sie lieber immer kleine Snacks statt große
  • Vereinbaren Sie einen Termin zur Erstuntersuchung

 

Foto: pressmaster / bigstockphoto.com

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