Für viele werdende Mütter beginnt ab nun die ruhigste und schönste Zeit der Schwangerschaft. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt ab der 15. SSW erheblich. Die riskanteste Zeit der Schwangerschaft sind die ersten drei Monate. Hier kann das Kind aus verschiedenen Gründen vom Körper abgestoßen werden. In diesem Zusammenhang wird auch von einem Frühabort gesprochen. Ereignet sich die Fehlgeburt nach der 15. SSW handelt es sich hierbei um einen Spätabort. Kann Ihr Frauenarzt das erste Mal den Herzschlag unter dem Ultraschall erkennen, reduziert sich das Risiko bereits um circa 10 %. Ab der 15. SSW sinkt das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, weil man schon etwas älter ist, sogar um 1 bis 3 %.

15. SSW: Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko einer Fehlgeburt

Je älter die Mutter, umso wahrscheinlicher ist eine Fehlgeburt. Denn meist kommt es zu einer Chromosomenfehlverteilung und das Baby wird abgestoßen. Erleidet eine Mutter vorher sogar schon einige Fehlgeburten, ist das Risiko sogar noch höher. Bei drei Fehlgeburten steigt das Risiko eine erneute Fehlgeburt zu erleiden auf etwa 50 %.

15. SSW: Anzeichen für eine Fehlgeburt

Oftmals machen sich viele Schwangere sehr viele Sorgen, wenn Sie unter Schwangerschaftsbeschwerden, wie Bauchschmerzen leiden und befürchten eine Fehlgeburt zu erleiden. Oftmals treten als Vorboten für eine Fehlgeburt vaginale Blutungen auf. Diese müssen noch nicht mal sehr stark sein, sondern können auch mit krampfartigen Unterleibsschmerzen auftreten. In den meisten Fällen fühlen sich diese wie Regelschmerzen an. Auch Wehen sind ein Anzeichen, dass etwas schief läuft. Wenn Sie schwanger sind und sich Gedanken machen oder es sogar zu einen der oben genannten Anzeichen kommt, sollten Sie schnellst möglichst Ihren Arzt aufsuchen. Gehen Sie lieber einmal zu oft zu Ihrem Frauenarzt, als einmal zu wenig, denn eine Fehlgeburt kann auch unangekündigt von statten gehen und wird als „missed abortion“ bezeichnet. Bei einer Ultraschalluntersuchung kann dann meist erst die Fehlgeburt festgestellt werden.

15. SSW: Warum es zu einer Fehlgeburt kommt

Die Gründe für eine Fehlgeburt sind sehr unterschiedlich und können auch meist nicht im Einzelfall ermittelt werden. Kommt es zu Fehlbildungen der Erbanlagen und kann sich das gezeugte Kind nicht korrekt entwickeln, oder entwickelt sich vielleicht bereits nicht weiter und kann also nicht „überleben“, wird es vom Körper abgestoßen. Diese Chromosomenanomalien machen sich meist schon sehr früh bemerkbar und es kommt meist schon in den frühen Schwangerschaftswochen zu einer Fehlgeburt. Das Risiko eine Fehlgeburt in der 15. SSW zu erleiden kann durch Infektionen vergrößert werden. Bakterien, wie Chlamydien oder Viren, wie Masern, Herpes, Röteln können einen Spätabort auslösen. Auch vaginale Infektionen können das Risiko erhöhen. Störungen der Hormonen, wie z. B. mangelhafte Produktion oder auch Gebärmuttermissbildungen sind weitere Störungen für eine einwandfreie Entwicklung des Babys.

15. SSW: Fehlgeburt vorbeugen

Auch wenn das Risiko eine Fehlgeburt in der 15. SSW zu erleiden enorm sinkt, ist weiterhin darauf zu achten, dass Sie sich nicht überanstrengen, Stress vermeiden und auch auf Genussmittel verzichten, die eine Fehlgeburt auslösen können. Erst wenn Ihr Baby mehr als 500 Gramm wiegt, gibt es eine gute Chance, dass Ihr Baby auch außerhalb des Mutterleibs überlebt, sofern es vom Körper abgestoßen wird. Dieses Gewicht erreicht Ihr Baby etwa ab der 25. SSW. In der Frühschwangerschaft (bis zur 12. SSW) kann eine Fehlgeburt nicht aufgehalten werden. Schauen Sie regelmäßig bei Ihrem Frauenarzt zu den Vorsorgeuntersuchungen nach. So können Infektionen oder Störungen im Schwangerschaftsverlauf frühzeitig erkannt und entgegen gewirkt werden.

 

Foto: Hootie2710/bigstockphoto.com

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