Sie sind in der 9. SSW bereits im dritten Monat schwanger. Ihr Baby, das jetzt noch Embryo genannt wird, ist nun etwa 7 Wochen alt. Der Unterschied kommt daher, dass die ersten zwei Wochen vor der tatsächlichen Befruchtung mit dazu gerechnet werden. Denn meist kann im späteren Schwangerschaftsverlauf nicht mehr genau berechnet werden, wann die Befruchtung stattfand und diese Rechnung hat sich immer gut bewährt. Ihr Frauenarzt wird anhand verschiedener Untersuchungen den tatsächlichen Entbindungstermin (ET) berechnen können. Meist wird in der Schwangerschaftswoche 9 auch von der 8+1 SSW bis 8+7 SSW, bzw. 9+0 SSW gesprochen, denn Sie sind zu diesem Zeitpunkt 8 Wochen und x-Tage schwanger und gehen in die 9. SSW. Noch liegen 31. SSW vor Ihnen und somit auch eine spannende und ereignisreiche Zeit.

Ihr Baby in der 9. Schwangerschaftswoche

Der Embryo ist in der 9. SSW gerade mal 2 Zentimeter groß und seine Entwicklung schreitet voran. Es entwickeln sich die Schädelknochen, die das kleine Gehirn, das bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschützt war, bedecken. Sie sind aber noch nicht fest zusammen, denn das Gehirn braucht noch Platz. Es wird noch weiter wachsen und sich darauf vorbereiten, seine Aufgaben zu übernehmen, wie z. B. Schmerzen und Gefühle wahrzunehmen. Auch entwickeln sich in der 9. SSW die inneren Organe vollständig und funktionieren. So fängt die Leber an Blut zu bilden. Auch die Nervenzellen sind bereits bei der Arbeit. Die entwickelten Axone versuchen mit den Muskel- und Nervenzellen in ihrem Umkreis eine Verbindung aufzubauen. Bei einer Ultraschalluntersuchung in der 9. SSW sind die Bewegungen der Arme und Beine klar zu erkennen. Sogar die Schwimmhäute, die z. B. vorher die Finger und Zehe verbanden, verschwinden langsam, und die kleinen Zehen, die vorher noch nicht so gut zu erkennen waren, sind gut zu sehen. Bereits in der 9. SSW kann Ihr Frauenarzt feststellen, ob Sie Zwillinge bekommen.

Der Bauch in der 9. Schwangerschaftswoche

Zwar ist das Baby nicht größer als eine Olive und braucht nicht viel Platz, daher ist der Bauch auch noch nicht gewachsen. Allerdings hat die Gebärmutter nun etwa die Größe eines Tennisballs und das Baby zappelt und bewegt sich sehr viel mehr darin. Das ist für Sie aber noch lange nicht zu spüren. Ihre Gebärmutter ist nun in der Beckengegend und bewegt sich auch ein bisschen in den Bauchraum. Auch die Plazenta, die Ihr Baby mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen wird, ist fast komplett entwickelt. Trotz dessen können Sie schon etwas Probleme dabei bekommen, Ihre Hosen zu schließen. Denn meist wird der Unterleib etwas härter. Bauchbänder können hier als Übergangslösung helfen. Möchten Sie aus Ihrer Schwangerschaft noch keine große Sache machen, können Sie mit einer Hosenerweiterung und einem langen Shirt Ihren kleinen Bauch verbergen. Auch auffällige Accessoires wie Schmuck oder Halstücher oder sogar eine neue Frisur lenken meist die Aufmerksam von Ihrem Bauch weg.

9+0 SSW: Nachlassen der körperlichen Beschwerden

Viele Schwangerschaftsbeschwerden klingen in der 9. SSW langsam ab. Allerdings leiden auch viele Mütter noch in der 9+0 SSW unter Übelkeit und Erbrechen, da sie sehr geruchsempfindlich sind. Doch die Müdigkeit und Erschöpfung, die Sie meist die vorherigen Schwangerschaftswochen begleitet haben, nehmen in der 9+0 SSW langsam ab. Da Ihr Geschmackssinn sehr empfindlich wird, kann es sein, dass Sie Lebensmittel, die Sie sonst ziemlich gerne gegessen haben, nicht mehr ansehen können. Andersrum kann es auch sein, dass Sie auf die ungewöhnlichsten Kombinationen Appetit bekommen. Bereits in der 9+0 SSW können sich Ihre Haare und Ihre Haut verändern, denn auch diese reagieren auf die Schwangerschaftshormone. So können Sie bereits in der 9+0 SSW sehr schönes Haar bekommen und blühen regelrecht auf. Andererseits könnten Sie aber auch sehr starken Haarausfall bekommen, der aber in den meisten Fällen recht bald wieder verschwindet. Sodbrennen, Kreislaufprobleme, Rückenschmerzen und Verstopfungen gehören meist in den Alltag der 9. SSW. Auch Ihr Busen ist nicht nur praller, sondern auch empfindlicher und schwerer als davor. Besorgen Sie sich am besten schon jetzt gute Baumwollunterwäsche, die Ihren Körper nicht reizt und zudem auch gegen Infektionen im Intimbereich schützt.

9. SSW: Das tut Ihnen und Ihrem Baby gut

Wie auch in den letzten Schwangerschaftswochen, ist auch in der 9. SSW Ruhe und Stressvermeidung für Sie wichtig. Versuchen Sie Ihren Alltag entspannt und mit viel Erholung zu erledigen und nehmen Sie sich Zeit für sich, wenn Sie sie brauchen. Wichtige Nährstoffe, die auch wesentlich zu der Entwicklung Ihres Babys beitragen, können Sie über eine vollwertige Ernährung aufnehmen. Bereits Alkohol kann Ihrem Kind schaden, denn noch ist sein Gehirn in der Entwicklung und kann zu Missbildungen und sogar zu einer Fehlgeburt führen. Nehmen Sie daher auch keine Medikamente ein, ohne vorher mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten. Zusätzlich fördert die Einnahmen von 0,8 Milligramm Folsäure die Entwicklung Ihres Babys. Die Organentwicklung können Sie mit Vitamin C, Kalzium und Jod stärken. Leichte Sportübungen wie Yoga eigenen sich hervorragend um fit zu bleiben und um Stress abzubauen. Viele Sportarten können zudem bis kurz vor die Entbindung ausgeführt werden und tragen maßgeblich zu Ihrem Wohlbefinden bei.

9. SSW: Die erste große Vorsorgeuntersuchung steht an

Während Ihrer Schwangerschaft stehen drei große Hauptuntersuchungen mit Ultraschall auf dem Plan. Die Erste können Sie zwischen der 9. SSW bis zur 12. SSW planen. Bei dieser Untersuchung wird Ihr Baby genaustens unter die Lupe genommen und unter dem Ultraschall gemessen. Erwarten Sie Zwillinge kann das unter dem Ultraschall von Ihrem Frauenarzt gesehen werden. Sind Vorkehrungen der pränatalen Diagnostik nötig, wie z. B. die Nackenfaltenmessung oder Chorionzottenbiopsie, so werden diese allerdings erst ab der 10. SSW oder 11. SSW durchgeführt. Ihr Frauenarzt prüft Ihr Gewicht und Ihren Blutdruck. Ihr Urin wird auf Eiweiß, Zucker und Keine untersucht und auch Ihr Eisengehalt wird geprüft. Durch Abtasten Ihrer Bauchdecke kann Ihr Frauenarzt feststellen, wo sich die Gebärmutter befindet und wie groß der Abstand zwischen dem oberen Gebärmutterrand und Ihrem Bauchnabel ist. Unter dem Ultraschall werden verschiedene Messungen an Ihrem Baby durchgeführt. So wird einmal die Scheitel-Stoß-Länge (SSL) gemessen. Zudem werden auch die Herzaktivität, die Bewegung und die Lage notiert. Auch prüft Ihr Frauenarzt, wie sich die Organe, das Gehirn und die kleinen Gliedmaßen entwickeln. Außerdem werden Sie von Ihrem Frauenarzt ausführlich beraten und können offene Fragen klären.

Foto: Kattitude/ bigstockphoto.com

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