Sie sind in der 8. SSW im ersten Trimester Ihrer Schwangerschaft. Ihr Baby ist nun etwa 6 Wochen alt und die Schwangerschaft dauert im Normallfall noch 32 Schwangerschaftswochen und teilt sich in drei Trimester. Das bedeutet auch gleichzeitig, dass Sie in der 8+0 SSW nun Ihren zweiten Schwangerschaftsmonat hinter sich bringen. Durch einen Besuch beim Frauenarzt in der 8. SSW+0 kann der Entbindungstermin (ET) festgelegt werden. Anhand der weiteren Daten, die bei allen späteren Untersuchungen von Ihrem Baby und dessen Wachstum genommen werden, kann der Entbindungstermin immer besser bestimmt werden. Der Embryo, wie Ihr Baby bis zur 12. SSW genannt wird, hat sich in den letzten Schwangerschaftswochen sehr stark entwickelt. Noch immer benötigt es viele Nährstoffe um weiter zu wachsen. Diese Veränderungen machen sich natürlich auch bei der werdenden Mutter bemerkbar und so leiden viel werdende Mamas in der Schwangerschaftswoche 8 oder auch in der 8+0 SSW unter Schwangerschaftsbeschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen und Gefühlsschwankungen.

8+0 SSW: Der Embryo misst 15 mm

Obwohl der Embryo noch so winzig ist, kann nicht nur das schnell schlagende Herz unter einem Ultraschall in der 8+0 SSW  gesehen werden, sondern auch die ersten Fingerchen und Füßchen, die noch durch Schwimmhäute mit einander vernetzt sind. Noch in der 7. SSW ähnelten die Hände eher Flossen und die Füße waren rundliche Klümpchen. Doch in der 8+0 SSW sind erste menschliche Züge zu erkennen. Die Augen, die etwas an den Schläfen liegen, werden mit einer dünnen Haut überzogen, aus denen sich später die Augenlider entwickeln werden. Erkennbar sind auch die Nasenspitze und die Nasenlöcher, sowie der Mund und die kleine entwickelte Zunge. Auch liegt der Embryo nicht mehr krumm da, er hebt in der 8+0 SSW seinen Kopf und streckt sich. Dadurch wird er länger. Auch die weitere Entwicklung des Embryos  nimmt zu. So produziert sein Magen bereits Magensäure und die Nieren Urin. Der Urin wird ins Fruchtwasser ausgeschieden und die Plazenta reinigt es durch das Blut der Mutter. Es dauert noch etwas, aber auch die anderen Organe werden sich nach und nach entwickeln. Meist wird es in der 8+0 SSW mit etwa der Größe einer Weintraube verglichen. Während die Gebärmutter etwa einem Gänseei entspricht.

Die Mama in der 8. Schwangerschaftswoche

Während sich Ihr Baby kräftig in Ihrem Bauch entwickelt, bleiben Sie davon nicht verschont. Zahlreiche Symptome machen sich bemerkbar und es bleibt meist nicht bei Bauchschmerzen und Unterleibsschmerzen  in der 8. SSW. Die wachsende Gebärmutter drückt in der 8. SSW immer mehr auf Ihre Blase, sodass Sie vielleicht öfters als sonst auf die Toilette müssen. Zudem hält auch das Ziehen in der 8. SSW im Bauch an, das durch das Dehnen der Gebärmutterbänder entsteht. Denn diese trägt nun das Gewicht des Embryos und macht sich schon mal bereit für die kommenden Wochen. Auch die Brüste wachsen und können sehr empfindlich sein. Quetschen Sie Ihre empfindlichen Brüste daher nicht in Ihre normale Unterwäsche, sondern besorgen Sie sich bequeme BHs, gerne auch eine Nummer größer, ohne Bügel mit weichen Stoff, der nicht unangenehm über Ihre empfindlichen Brustwarzen reibt. Am Bauch sieht man direkt noch keine Veränderung in der 8. SSW. Leiden Sie unter starken Erbrechen, was aufgrund der ausgeschütteten Hormone im Körper während der Schwangerschaft üblich ist, könnten Sie sogar Gewicht verlieren. Auch wenn nicht viel zu sehen ist, machen sich noch andere Schwangerschaftsbeschwerden in der 8. SSW breit. Da der meiste Sauerstoff größtenteils direkt an den Embryo geht und auch Ihr Kreislauf auf Hochtouren läuft, geraten Sie meist sehr schnell außer Atem und leidet oftmals unter Müdigkeit. Atemübungen und Spaziergänge an der frischen Luft können helfen. Zusätzlich zu den körperlichen Symptomen in der 8. SSW machen sich auch vermehrt die weit bekannten Gefühlsschwankungen breit.

8. SSW: Darum können Sie sich kümmern

Wissen Sie in der 8. SSW, dass sie schwanger sind, können Sie einen Termin zur Erstuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt vereinbaren. Dort stellt der Frauenarzt die Schwangerschaft anhand eines Tests fest und fühlt meistens auch die Gebärmutter ab und kann sogar eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Meist wird diese aber erst bei der Hauptuntersuchung angesetzt. Bei der Erstuntersuchung in der 8. SSW wird alles Wichtige in einen Mutterpass eingetragen, wie zum Beispiel, ob es Ihre erste Schwangerschaft ist, wie die anderen Schwangerschaften verlaufen sind, Erkrankungen, Tabletten, die Sie einnehmen müssen und auch die Werte Ihres Babys. Den Mutterpassen sollten Sie immer bei sich führen um eine ausreichende Versorgung im Notfall bei einem anderen Arzt sicherzustellen. Jede vier Wochen wird eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt. Ab der 32. SSW folgt die Vorsorgeuntersuchung alle zwei Wochen und kommen Sie über Ihren Entbindungstermin, wird bis zum zehnten Tag jede zwei Tage untersucht, bis zum 14. Tage sogar jeden Tag. Zusätzlich zu diesen Untersuchungen finden auch Hauptuntersuchungen statt, bei denen auch ein Ultraschall eingesetzt wird. Der erste Termin für die Hauptuntersuchung erfolgt in der Regel zwischen der 9. SSW und der 12. SSW. Der Zweite findet zwischen der 19. SSW und der 22. SSW statt und der Letzte zwischen der 29. SSW und der 32. SSW. Bei diesen Untersuchungen werden anhand des Ultraschalls Länge, Kopfumfang, Entwicklung und weitere Daten Ihres Babys untersucht und immer wieder mit den anderen Werten aus vorherigen Untersuchungen abgeglichen um sicherzustellen, dass alles einwandfrei läuft. Bereits in der 8. SSW können Sie schon einen Frühschwangerschaftskurs besuchen, der zum Beispiel durch Hebammen veranstaltet wird. Dort erfahren Sie alles über die richtige Ernährung, sowie auch das richtige Verhalten in der Frühschwangerschaft. Auch empfiehlt es sich in der 8. SSW bereits Informationen zu allen rechtlichen Dingen, die Ihre Arbeit anbelangt, einzuholen. Wie zum Beispiel, wann Sie Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft informieren müssen, wann Sie in Mutterschutz gehen und so weiter. Das verhindert Ihnen später sehr viel Stress.

Foto: Nicoleta Ionescu / bigstockphoto.com

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