Spätestens ab der 6. SSW merkt die werdende Mutter, dass etwas nicht stimmt. Nicht nur, dass die monatliche Blutung ausgefallen ist, auch ihr Körper verändert sich. Übliche Schwangerschaftsbeschwerden machen sich immer mehr bemerkbar und ein positiver Schwangerschaftstest bringt die Erkenntnis. Einige sind von der Schwangerschaft geschockt, andere wiederum freuen sich. Doch für alle Beteiligten ist klar, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Der Embryo wächst mit jedem Tag und gedeiht im schützenden Mutterleib. Zunehmend treten in Schwangerschaftswoche 6 auch Symptome auf und beeinflussen weitgehend Ihren Tag. Doch die meisten sind nur normale Reaktionen Ihres Körpers auf das neue Leben in Ihrem Leib.

6. SSW: Das Herz des Embryos fängt an zu schlagen

Das kleine wurmartige Gebilde, das in diesem frühen Status noch Embryo genannt wird, ist zu Beginn der 6. SSW ca. 1,2 mm groß. Er ist bereits 4. Wochen alt. Der Unterschied zwischen der Schwangerschaftswoche und dem Alter des Embryos kommt daher, dass die vorherigen 2 Wochen vor der Befruchtung ebenfalls dazu gerechnet werden. Denn der genaue Zeitpunkt der Empfängnis kann nicht immer bestimmt werden. Zum Ende der 5. SSW hat sich das Neuralrohr gebildet, an dessen Ende schon eine Vorstufe des Gehirns heranwächst. Dieses wird später mal alle Funktionen übernehmen und das Bewusstsein des Kindes schaffen. Außerdem haben sich auch schon die Herzkammern entwickelt und das kleine Herz beginnt in der 6. SSW zu schlagen. Es schlägt doppelt so schnell wie das Ihre und der Rhythmus des kleinen Herzens verrät viel über das Wohlbefinden des kleinen Embryos.

Anzeichen und Symptome für eine Schwangerschaft in der 6. SSW

Sie befinden sich nun in den ersten Wochen Ihrer Schwangerschaft. Ihr muss sich nun erst mal an das neue Leben im Bauch gewöhnen und reagiert mit Anzeichen und Symptomen  darauf. In den meisten Fällen kämpfen Sie sofort mit Übelkeit und Müdigkeit. Ihre Hormone spielen in der Zeit verrückt und werden zum Schutz Ihres Kindes ausgestrahlt. So kann Ihr Körper und seine Funktionen verlangsamt werden, um das wachsende Kind zu schützen. Es machen sich Beschwerden wie Lustlosigkeit, Blähungen, Verstopfungen und andere Symptome breit. Zudem ist Ihr Körper nun auch an manchen Stellen sehr empfindlich. So zum Beispiel fangen bereits jetzt die ersten Anzeichen an sich zu zeigen. Die Brüste ziehen, die Schamlippen färben sich bläulich und vereinzelt kommt es auch zu Rückenschmerzen oder Unterleibsschmerzen. Doch keine Panik! Nach den ersten drei Monaten vergehen die meisten Beschwerden wieder und Sie fühlen sich bald besser.

6. SSW: Der Embryo wächst im Mutterleib

Der Embryo wird in der 6. SSW auf ca. 4 Millimeter wachsen. Unter einem Ultraschall sieht er aus wie ein kleiner Wurm. Doch die Plazenta ist bereits mit seinem Bauch verbunden. Unter einem Ultraschall ist sogar das Schlagen des kleinen Herzchens zu sehen. Nun wird sich in der 6. SSW der Rückenstrang entwickeln. Aus dieser wird später die Wirbelsäule. An einem Ende des Rückenstrangs entstehen die Beinchen, die zu dem Zeitpunkt allerdings noch wie kleine Flügel aussehen. Dank der Evolution, wird der Embryo noch einen kleinen Schwanz haben, der allerdings im Laufe der Schwangerschaft sich wieder verwachsen wird. Neben den Hals und Kopf sind schon die ersten Anzeichen für die Augen, Ohren und des Gehirns zu sehen. Da sich der Embryo immer von oben nach unten entwickelt, erscheint auch der Kopf des kleinen Wesens zu groß für den Embryo. Es wirkt zu dem Zeitpunkt sicherlich unglaubwürdig, doch das Baby wird sich im Laufe der Schwangerschaft immer weiter entwickeln und an Gewicht und Größe zunehmen. Meist wird in der 6. SSW noch kein Ultraschallbild gemacht, sondern der Frauenarzt stellt in der Erstuntersuchung fest, ob alles einwandfrei läuft, und tastet Ihren Bauch ab. Sie bekommen einen Mutterpass, in dem alle wichtigen Daten notiert werden und den Sie immer mitführen sollten. Üblich sind drei große Hauptuntersuchungen mit Ultraschall. Der Erste meist zwischen der 9. und 12. SSW, der zweite ab der 19. bis 22. SSW und die letzte große Hauptuntersuchung zwischen der 29. und 32. SSW.

Risiko einer Fehlgeburt in der 6. SSW

Die Fehlgeburt ist in den ersten drei Monaten jeder Schwangerschaft eine sehr große Gefahr. Bildet sich das Kind nicht richtig, bekommt es zu wenig Nährstoffe oder wird vom Körper aufgrund von Unverträglichkeiten oder sogar einer Krankheit der Mutter abgestoßen, kommt es zu einer  Fehlgeburt in der 6. SSW. Erholung und eine gesunde Lebenseinstellung können hier bereits Wunder vollbringen und dem Embryo beim Wachsen helfen. Zusätzlich hilft Ihrem Kind und seiner Entwicklung die Einnahme von Folsäure. In den ersten 3 Monaten empfehlen Frauenärzte die Einnahme über Filmtabletten (täglich 0,8 mg). Im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann hier weiterhin mit 0,4 mg täglich die Entwicklung des Embryos gefördert werden. Zudem ist Ihr Immunsystem in den ersten Wochen aufgrund der Schwangerschaft sehr geschwächt. Helfen können hier Erholung und die Vorbeugung gegen Erkältungen und anderen Infektionen, die sich hier auf Ihr Kind und dessen Entwicklung auswirken können. Die Devise lautet: Lieber einmal zu oft zum Arzt, als einmal zu wenig. Haben Sie bereits vor der Schwangerschaft mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, sollten Sie sich sofort nach Beginn der Schwangerschaft untersuchen lassen und eventuell die Tabletten wechseln. Allgemein ist die Einnahme von jeglichen Medikamenten ab und wenn schon möglich vor der Schwangerschaft zu unterlassen. Drogen, Alkohol und auch Nikotin schadet ebenfalls der Entwicklung Ihres Kindes und erhöht das Risiko von Missbildungen und sogar einer Fehlgeburt. Schonen Sie sich, betreiben Sie Stressausgleich, stärken Sie Ihr Immunsystem und achten Sie auf eine gesunde Ernährung, um Ihr Baby nicht unnötig zu riskieren.

Foto: HalfPoint / bigstockphoto.com

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