In der 5. SSW ist der Embryo in Ihrem Bauch gerade mal 3 Wochen alt. Er hat sich erst vor Kurzen in die schützende Gebärmutterschleimhaut eingenistet und kann nun in dieser zu einem etwa 3 kg schweren Baby mit einer Länge von ca. 50 cm heranwachsen. Noch ist von diesen Größen nichts zu sehen, denn der kleine Embryo ist gerade mal ein paar Millimeter groß. Viele Mütter merken wenn sie 5 Wochen schwanger sind, dass sie ein neues Leben in sich tragen, denn die geplante Regelblutung setzt nicht ein. Andere typische Schwangerschaftsbeschwerden setzen zu dem auch ein und mit einem positiven Schwangerschaftstest, lässt sich der Verdacht schnell bestätigen.

5. SSW: Der Embryo wächst

Der 1,2 mm lange Embryo hat sich zu einem länglichen Wurm geformt. Er liegt sicher und geborgen in der Gebärmutter, die ihn mit wichtigen Nährstoffen, wie z. B. chemische Substanzen sowie Sauerstoff durch die Mutter versorgt. Aus der erst entstandene Keimschale, entwickeln sich zwei lange Falten. Durch die entstandene Furche, die auch Neuralrohr genannt wird, entsteht am Ende dessen das Gehirn des Embryos. Hierbei handelt sich erst um eine Vorstufe des Gehirns und wird sich im Laufe der Schwangerschaft immer weiter entwickeln. Diese einfachen Nerven, die das Rückenmark und später das Gehirn sein werden, schaffen hier die Grundlage für alle späteren Körperfunktionen sowie das menschliche Bewusstsein. Oft wird in diesem Zusammenhang von der „Entstehung eines neues Lebens“ gesprochen. Die frisch gebildeten Herzzellen schweißen sich am 22. Lebenstag des Embryos zusammen und schlagen das erste Mal. Meistens ist das erste Herzschlagen bereits Ende der 5. bzw. Anfang der 6. SSW zu vernehmen. Bereits hier übernimmt das kleine Herz, das aussieht, als ob es sich außerhalb des kleinen Körpers befindet, wichtige Aufgaben, wie die Versorgung der wachsenden Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es ist geteilt und während die rechte Herzkammer das Blut aus den Organen aufnimmt, leitet die linke Kammer das mit Sauerstoff gemischte Blut an die Organe weiter. Der Sauerstoff wird allerdings nicht über die Lungen gezogen, sondern erfolgt über die Plazenta. Das kleine Herz ist doppelt so schnell am Schlagen, wie das seiner Mutter und ist ein wichtiger Faktor, der viel über die Entwicklung des Embryos und dessen Wohlbefinden verrät. Um ein einwandfrei funktionierendes Nervensystem aufzubauen, braucht der Embryo die ersten Schwangerschaftswochen Folsäure. Diese ist für ihn unabdingbar und sollte von der Mutter über Filmtabletten aufgenommen werden, da die benötigte Menge nicht allein über Lebensmittel zu sich genommen werden kann. Allein über Lebensmittel kann der Bedarf an Folsäure meist nicht gedeckt werden.

Anzeichen und Symptome in der 5. SSW

Während der kleine Embryo seine ersten Herzschläge tut und sicher wächst, ist auch der Körper der Mutter nicht untätig. Er sensibilisiert sich für die Schwangerschaft und schafft Vorkehrungen, damit es dem wachsenden Embryo gut geht. Schon früh machen sich Anzeichen und Symptome in der 5. SSW, wie das Ausbleiben der Regelblutung, leichte Übelkeit, Lustlosigkeit und Gefühlsschwankungen bemerkbar. Der Körper der Mutter passt sich der neuen Situation an und so können die Brüste der Frau ziehen und wachsen, die Vagina sehr empfindlich sein und die Schamlippen sich leicht blau färben. Auch von Unterleibsschmerzen und Rückenschmerzen in der 5. SSW wird oft berichtet. Empfohlen wird der werdenden Mutter, Stress zu vermeiden, auf Medikamente aller Art, Nikotin, Drogen und Alkohol zu verzichten. Diese können erhebliche Schäden in den ersten Wochen des Wachstums auslösen und zu Missbildungen sowie auch zu einer Fehlgeburt führen. Anhand eines Schwangerschaftstests kann der HCG-Wert im Urin nachgemessen werden, der sich nur während einer Schwangerschaft im Körper der Frau befindet. Fällt dieser positiv aus, steht die Erstuntersuchung beim Frauenarzt an.

5. Schwangerschaftswoche: Ultraschall und Erstuntersuchung

Machen sich die ersten Schwangerschaftsbeschwerden breit, alarmiert das in den meisten Fällen eine schwangere Frau sofort. Bei einer ungeplanten Schwangerschaft sind viele Frauen erst mal geschockt. Während Frauen, die sich ein Kind wünschen, hoch erfreut über den positiven Test sind. Während der Schwangerschaft werden mehrere Untersuchungen angesetzt sowie drei Ultraschalluntersuchungen, die von großer Wichtigkeit für das Wohlbefinden von Mutter und Kind sind. Schon in der 5. SSW kann der erste Termin zur Erstuntersuchung geplant werden. Empfohlen wird diesen erst ab der 7. SSW wahrzunehmen, da in der 5. SSW unter einem Ultraschall noch nichts gesehen werden kann. Die Erstuntersuchung kann sicherstellen, dass keine Risikoschwangerschaft besteht, dass sich das Kind im Mutterleib gesund entwickelt und alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Notfalls kann hier der Frauenarzt Präparate zuführen, eine Mutter in besonderen Umständen oder sogar mit problematischer Vorgeschichte entsprechend beraten und Vorkehrungen treffen, damit in der Schwangerschaft sowie auch bei der Entbindung alles korrekt verläuft. Bei jeder Untersuchung kontrolliert der Arzt das Gewicht und die Daten des Kindes, anhand dessen legt er auch den Entbindungstermin (ET) fest. Alle wichtigen Daten dazu werden in einem Mutterpass festgehalten.

Risiko einer Fehlgeburt in der 5. SSW

Die ersten drei Monate jeder Schwangerschaft stellen ein hohes Risiko dar. Empfohlen wird einer schwangeren Frau sich vor allem in diesem Zeitraum besonders zu schonen. Auf schweres Heben, Stress, Alkohol, Drogen und Medikamente soll am besten ab Bekanntheit der Schwangerschaft verzichtet werden. Um das Risiko einer Fehlgeburt in der 5. SSW zu minimieren und eine Fehlbildung des Embryos zu reduzieren, wird auch die Einnahme von Folsäure über Filmtabletten empfohlen. Diese hilft dem Embryo bei der einwandfreien Entwicklung von Nerven und Gehirn. Zusätzlich sollte Frauen, die berufsbedingt gefährliche Arbeiten erledigen, sogar mit chemischen oder giftigen Stoffen arbeiten, ihren Arbeitgeber sofort über eine Schwangerschaft in Kenntnis setzen. Frauen, die bereits eine Problemschwangerschaft hinter sich haben, sollten sich besonders schonen, um den Embryo nicht zu gefährden.

Foto: Grasko / bigstockphoto.com

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