Ab der 19. SSW steht die zweite große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall an. Hierbei wird das Kind genaustens unter die Lupe genommen und seine Entwicklung mit der letzten Vorsorgeuntersuchung verglichen. Dabei kann ab der 19. SSW mit sehr großer Wahrscheinlichkeit das Geschlecht des Fötus bestimmt werden. Das Geschlecht Ihres Kindes steht bereits bei der Befruchtung der reifen Eizelle fest. Die Geschlechtsorgane sind in der 19. SSW bereits vollständig entwickelt. Für die Geschlechtsbestimmung ist es notwendig, dass das Kind natürlich richtig liegt und keine Faxen macht. In der 19. SSW bewegt sich der Fötus sehr viel und trainiert so weiterhin seine Reflexe und Bewegungen.

19. SSW: Geschlechtsorgane vollständig entwickelt

Schon bei der Zeugung Ihres Kindes steht fest, ob es ein Junge der Mädchen wird. Bereits im ersten Drittel der Schwangerschaft produziert ein Junge Testosteron, die Eierstöcke der Mädchen Eizellen. Eine Geschlechtsbestimmung wäre ab der 8. SSW mit einer pränatalen Diagnostik schon möglich. Bei diesen Tests werden genetische Fehler des Kindes festgestellt. Doch wird die Geschlechtsbestimmung mit diesen pränatalen Diagnostiken nur durchgeführt, wenn eine genetische Krankheit in der Familie bekannt ist. Ansonsten machen das die Ärzte nicht, denn zu groß ist die Angst, dass Eltern ihr Kind wegen dem falschen Geschlecht abtreiben lassen. Bis zur 13. SSW entwickelt sich der kleine Penis sowie die kleine Klitoris. Anhand dessen könnte das Geschlecht ab diesem Zeitpunkt schon erkannt werden. Doch meist kann zwischen den Geschlechtsorganen nur sehr schwer unterschieden werden. Bis zur 19. SSW reifen nun die Geschlechtsorgane des Kindes vollständig heran. Die Hodensäcke des Jungen sind bereits vorhanden, auch wenn die Hoden noch im Bauch des Jungen sind und erst vor der Geburt an ihren Platz rutschen. Bei manchen Jungen finden Sie erst nach der Geburt ihren Platz. Die Eierstöcke des Mädchens beinhalten mehr als sechs Millionen Eizellen. Bis zur Geburt werden nur noch etwa eine Million übrig bleiben. Ab der 19. SSW werden auch keine Eizellen mehr produziert.

19. SSW: Der Fötus erledigt „Feinarbeiten“

Der Fötus ist in der 19. SSW circa 24 cm lang, sofern er von Scheitel bis Ferse gemessen wird. Ihr Baby wiegt bereits um die 200 Gramm. Die Zahnleiste ist unter dem Ultraschall schon deutlich zu erkennen und sogar die ersten Kopfhaare. Das Gehirn, dass alle wichtigen Funktionen erledigt, bildet sich weiter aus. Die Lanugo-Behaarung und eine dicke Masse an Käseschmiere bedecken vollständig den Fötus in der 19. SSW. Da die Haut des Kindes nun auch dicker wird, ist sie nicht mehr so transparent wie davor. Zudem nehmen nun auch die Leber und die Milz ihre Arbeit auf und stellen Gallenflüssigkeit und weiße Blutkörperchen her. Das Verdauungssystem Ihres Babys funktioniert nun vollständig. Sogar im Darm legen sich nun Ablagerungen aus dem Stoffwechsel ab. Bei der Geburt scheidet sie das Baby aus. Dieser erste Stuhlgang hat auch den Namen Kindspech. Im Zuge der Vorsorgeuntersuchung zwischen der 19. SSW und der 22. SSW kann Ihr Frauenarzt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit das Geschlecht Ihres Kindes bestimmen. Voraussetzung ist aber, dass Ihr Kind richtig liegt und auch nicht gerade den Finger oder die Hand am Geschlecht hat und so aus einem Mädchen einen Jungen macht. Auch kann die Nabelschnur im Weg sein und so die Geschlechtserkennung schwer machen. Lag die Fehlerquote bei einer Geschlechtsbestimmung zwischen der 15. SSW und der 18. SSW bei etwa 19 %, sinkt diese ab der 19. SSW erheblich und kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bestimmt werden. Ist eine Geschlechtsbestimmung in der 19. SSW nicht möglich, kann bei der letzten großen Vorsorgeuntersuchung zwischen der 29. SSW und der 32. SSW nochmals nachgeschaut werden. Bei dieser großen Vorsorgeuntersuchung wird zudem auch die Entwicklung Ihres Kindes genaustens untersucht. Dabei stellt der Frauenarzt fest, ob sich Ihr Kind ordentlich entwickelt und ob Sie auch fit sind. Fehlt es an wichtigen Nährstoffen, wie Eisen, Jod oder Kalzium kann Ihr Frauenarzt Ihnen hier Präparate verschreiben.

 

Foto: Shoppy76/bigstockphoto.com

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