In der 15. SSW sind Sie bereits im 4. Monat schwanger. Das erste Drittel Ihrer Schwangerschaft haben Sie nun hinter sich gebracht. Oftmals wird in der 15. SSW auch von 14+1 SSW bis 14+7, bzw 15+0 SSW gesprochen. Das heißt, Sie sind 14 Wochen plus eine bestimmte Anzahl von Tagen schwanger. Ab der 15. SSW fühlen sich viele schwangere Frauen besser und werden kaum von Schwangerschaftsbeschwerden geplagt. Dieser Zustand bleibt meist auch bis zum Ende des 6. Schwangerschaftsmonats erhalten. Nun wird auch langsam die Schwangerschaft für Außenstehende sichtbar. Manche Frauen spüren sogar in der Schwangerschaftswoche 15 ein leichtes Kribbeln im Bauch und somit die ersten Bewegungen ihres Babys. Immer noch ist Ihr Baby am Wachsen und Entwickeln. Unter einem Ultraschall kann sogar das Geschlecht Ihres Kindes genauer als in den vorherigen Schwangerschaftswochen bestimmt werden.

15. SSW: Kuschelstunde mit Mama

Ihr Baby ist in der 15. SSW etwa 8 cm groß und circa 50 Gramm schwer. Gemessen wird es immer noch von Scheitel bis Steiß, allerdings ist diese Länge nicht mehr so wichtig. Ihr Frauenarzt wird nun beim Ultraschall den Biparetalen Durchmesser (BPD) Ihres Babys messen. Hierbei wird der Querdurchmesser des Kopfes gemessen. In der 15. SSW hat der Kopf Ihres Kindes bereits einen Querdurchmesser von circa 30 mm. Ihr Frauenarzt könnte unter dem Ultraschall auch das Geschlecht Ihres Kindes klar erkennen. Der Penis ist bei Jungen klar zu sehen. Bis kurz vor der Niederkunft bleiben allerdings seine Hoden noch in der Bauchhöhle. Auch kann es passieren, dass sie erst nach der Geburt sichtbar werden. Bei Mädchen sind die Schamlippen noch nicht vorhanden, daher kann das Geschlecht nur an der klar sichtbaren Klitoris erkannt werden. Ob Ihr Frauenarzt das Geschlecht in der 15. SSW feststellen kann, liegt auch daran, ob Ihr Kind günstig liegt. Das kleine Herz Ihres Babys schlägt schon seit dem 22. Tag und bestand aus einem Herzmuskelschlauch. Dieser wurde durch die elektrischen Impulse der Muskeln zum Schlagen gebracht. Nun in der 15. SSW hat es sich vollständig entwickelt und besteht aus Herzkammern, Kammervorhöfen und Klappen. Bis vor die Niederkunft bleibt eine kleine Spalte zwischen den Vorhöfen, diese wird Foramen ovale genannt. Nun fließt das Blut direkt über das Foramen ovale in den kleinen Körper Ihres Babys. Etwa 28 Liter Blut werden pro Tag durch den Körper Ihres Kindes gepumpt. Sobald es auf die Welt kommt, sind es sogar 350 Liter. Auch die Leber Ihres Kindes ist nicht untätig. Sie stellt ab der 15. SSW Gallenflüssigkeit her. Ihr Baby kann jetzt aufgrund seines vollständig entwickelten Halses nicken und sogar seinen Kopf drehen. Die Entwicklung und das Wachstum Ihres Babys schreiten ab der 15. SSW voran. Ihr Baby reagiert auf Geräusche von Außen, wie Musik, Stimmen und andere Töne. Zusätzlich kann er auch deutlich spüren, wenn Sie Ihren Bauch streicheln und reagiert darauf.

15. SSW: War da nicht etwas?

Immer noch können Sie in der 15. SSW das zweite Drittel Ihrer Schwangerschaft ohne Beschwerden genießen. Das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, sinkt enorm. Viele werdende Mamas freuen sich über ihr strahlendes Aussehen, dass durch die gut durchblutete Haut und das vollere Haar sichtbar ist. Da auch der Östrogenspiegel im Blut steigt, kann es sein, dass Sie ab und zu unter Vergesslichkeit leiden. Machen Sie sich darüber keine Gedanken. Im Regelfall ist nach der Geburt oder der Stillzeit Alles wieder wie vorher. Schreiben Sie sich Termin einem Kalender auf oder nutzen Sie To-do-Listen, um den Überblick nicht zu verlieren. Viele Mamas, die bereits Kinder entbunden haben, können schon in der 15. SSW leichte Bewegungen, eine Art „Flattern“ im Bauch, ihres Kindes ausmachen. Schwangere, die das erste Mal ein Kind erwarten, merken die Bewegungen Ihres Kindes meist erst ab der 20. SSW. Nach wie vor ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Greifen Sie auf Milchprodukte und ballaststoffreiche Nahrung zurück. Denken Sie auch daran viel zu Trinken. Auch eine gute Zahnpflege steht ab der 15. SSW auf dem Plan. Da auch der Bauch weiter wächst, sehen viele Schwangere schon etwa zwei bis drei Kilo mehr auf der Waage. Körperliche Aktivitäten, wie lange Spaziergänge oder leichtes Joggen und Schwimmen hält Ihren Körper fit und verhindert unnötige Kilos.

15+0 SSW: Zahnpflege ist wichtig

Während Ihrer Schwangerschaft sind Ihre Zähne und das Zahnfleisch empfindlicher. Durch die vielen Hormone, Veränderungen in Ihrem Körper und das Erbrechen kann es zum Abbau von Zahnschmelz kommen. Zusätzlich braucht Ihr Kind Kalzium für den Knochenaufbau. Besteht ein Kalziummangel bei Ihnen, kann dieses von Ihren Knochen oder sogar Zähnen abgezogen werden. Die Knochendichte kann daher während der Schwangerschaft abnehmen. Auch kann es zu Zahnfleischbluten kommen. Das ist zwar nicht unbedingt gefährlich, entzündet sich aber Ihr Zahnfleisch, muss es sofort behandelt werden. Setzen Sie daher einen Termin bei Ihrem Zahnarzt in der 15+0 SSW an und lassen Sie sich untersuchen. Benutzen Sie fluoridhaltige Zahnpasta und Zahnspülungen. Täglich zwei Mal Zähneputzen und das Benutzen von Zahnseide sind Pflicht während der Schwangerschaft. Achten Sie auch auf Ihre Ernährung und nehmen Sie ausreichend Kalzium, enthalten in Milchprodukten, zu sich. Das stärkt nicht nur Ihre Knochen und Zähne, sondern hilft auch Ihrem Kind beim Wachsen.

15. SSW: Erstkontakt zu einer Hebamme

Viele werdende Mamas lassen sich in Ihrer Schwangerschaft nicht nur von einem Frauenarzt, sondern auch von einer Hebamme begleiten. Diese beantwortet alle Ihre Fragen zur Schwangerschaft. Nach der Entbindung steht Ihnen die Hebamme auch weiterhin zur Seite. Meist bietet sie auch Geburtsvorbereitungskurse an und kann sogar einige der Vorsorgeuntersuchungen übernehmen. Falls Sie Ihre Hebamme noch nicht ausgesucht haben, wird es in der 15. SSW aller höchste Zeit. Viele Hebammen sind schon recht früh ausgebucht und daher wird geraten, schon früh den Erstkontakt zu suchen. Schwangere Frauen ist meist auch sehr wichtig, dass die Hebamme zu ihnen passt, da sie sich rund um wohlfühlen möchten. Manche legen auch viel Wert darauf, dass die Hebamme bei der Geburt dabei ist und andere Leistungen mit anbietet. Eine Liste der Hebammen in Ihrer Nähe erhalten Sie meistens von Ihrem Frauenarzt-Team. Erkundigen Sie sich ruhig über die Leistungen Ihrer Hebamme. Die Kosten für eine Hebamme werden von der Krankenkasse übernommen. Es gibt allerdings auch Zusatzleistungen, wie Rufbereitschaft, die nicht enthalten sind. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Leistungen diese nicht übernehmen.

15. SSW: Fruchtwasseruntersuchung kann jetzt gemacht werden

Ab der 15. SSW kann, wenn nötig, eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchgeführt werden. Bei der Fruchtwasseruntersuchung wird mit einer dünnen Nadel etwas Fruchtwasser entnommen und dieses auf Chromosomen-Anomalien untersucht. Meistens wird diese pränatale Diagnostik nur Frauen empfohlen, bei denen es bei den vorherigen Untersuchungen zu Auffälligkeiten kam, die bereits älter als 35 Jahre alt sind oder es in deren Familie genetische Erkrankungen gibt. Das Ergebnis gilt als sehr zuverlässig. Das Risiko eine Fehlgeburt durch eine Fruchtwasseruntersuchung zu erleiden liegt bei ca. 0,3 bis 1 %, kann für Sie aber den Verlauf der Schwangerschaft wesentlich beeinträchtigen. Reden Sie daher ausführlich mit Ihrem Frauenarzt über die Notwendigkeit der Fruchtwasseruntersuchung und wägen Sie für sich die Vor- und Nachteile ab. Welche Schritte werden Sie bei einer genetischen Auffälligkeit vornehmen? Macht es für Sie einen Unterschied, welches Ergebnis bei dieser Untersuchung rauskommt?

15. SSW: Immunsystem stärken

Während Ihrer Schwangerschaft ist Ihr Immunsystem geschwächter als sonst. Das kann sich darin auswirken, dass Sie öfters an Erkältungen oder Husten leiden. Zwar fühlen Sie sich vielleicht dadurch nicht so fit, aber im Regelfall hat ein kleiner Schnupfen keine Auswirkungen auf Ihr Kind. Bekommen Sie allerdings Windpocken oder Röteln während Ihrer Schwangerschaft, kann das zu schwerwiegenden Folgen für Ihr Baby kommen. Falls Sie diese Krankheiten noch nicht selbst hatten oder nicht dagegen geimpft sind, dann sprechen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt darauf an. Wenn Sie Cytomegalie, eine Virus-Infektion, während Ihrer Schwangerschaft das erste Mal bekommen, kann das sehr gefährlich enden. Lassen Sie sich auf Ihre Immunität prüfen. Die Kosten dafür werden allerdings nicht von Ihrer Krankenkasse getragen. Stärken Sie Ihr Immunsystem mit einer vitaminreichen Ernährung und schonen Sie sich, wenn Sie öfters unter Erkältungen leiden.

 

Foto: Kagenmi/bigstockphoto.com

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